Case Study: Katastrophenschutz in Zusammenarbeit mit den Berufsfeuerwehren Düsseldorf und Braunschweig

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31. Oktober 2019
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Case Study: Katastrophenschutz in Zusammenarbeit mit den Berufsfeuerwehren Düsseldorf und Braunschweig

Berufsfeuerwehr

Die Aufgabe

2007 legte der Orkan Kyrill weite Teile des Kommunikationsnetzes und des öffentlichen Lebens in Deutschland und ganz Europa lahm; mit Böen, die Geschwindigkeiten bis zu 225 km/h erreichten, verursachte er massive Schäden und forderte in Europa 47 Todesopfer. Auch das Schneechaos im Münsterland zwei Jahre zuvor hatte GSM- und UMTS-Netze vollständig lahmgelegt.

Gerade in Katastrophenfällen wie diesen sind die Einsatzkräfte der Feuerwehr besonders gefordert. Eine permanent verfügbare Sprach- und Datenkommunikation ist essenziell, um zu gewährleisten, dass alle Einsatzkräfte ihre Aufgaben koordinieren und rechtzeitig eingesetzt werden können. In Kooperation mit den Berufsfeuerwehren Düsseldorf und Braunschweig hat CPN satellitengestützte Kommunikationslösungen für den Katastrophenschutz implementiert.

Berufsfeuerwehr Düsseldorf

Die Durchführung

Wenn bei Großereignissen oder gar in Katastrophenfällen die Mobilfunknetze überlastet sind oder ganz zusammenbrechen, können auch Einsatzkräfte nicht mehr untereinander und mit der Einsatzleitzentrale kommunizieren. Dies gilt jedenfalls dann, wenn sie terrestrische Netze verwenden. Hier bietet sich eine Lösung via Satellit, die fast immer und überall verfügbar ist, an. Sowohl die Berufsfeuerwehr Düsseldorf als auch die Berufsfeuerwehr Braunschweig rüsten ihre Einsatzfahrzeuge entsprechend um.

Bei der Berufsfeuerwehr Braunschweig suchte man bereits Anfang des Jahres 2002 nach alternativen Kommunikationsmöglichkeiten, die als Backup für die „normale“ Telefonie über terrestrische Netze fungieren könnte. Dabei wurde nach einer Lösung gesucht, die auch von Personal ohne Spezialschulung einfach zu bedienen und die zugleich hochflexibel ist. Die Wahl fiel auf die Satellitenkommunikation.

Zunächst erfolgte die Verbindung über einen ISDN-Anschluss. Mittlerweile wird hier jedoch der von CPN bereitgestellte BGAN-Inmarsat-Dienst implementiert, der eine Breitband-Internetanbindung von bis zu 492 kBit/s ermöglicht und damit deutlich schneller und zuverlässiger ist als die vergleichsweise schmalbandige ISDN-Anbindung. Auch bei den längeren Signallaufzeiten einer Satellitenverbindung ist der zuverlässige Betrieb von Virtual Private Networks (VPN) ohne Probleme möglich.

Für die Berufsfeuerwehr Braunschweig ein Glücksfall: Die Geräte sind nur etwa so groß wie ein Laptop und damit sehr flexibel einsetzbar – und so eine ideale Absicherung gegen Ausfälle der terrestrischen Breitbandnetze.

Bei der Feuerwehr Düsseldorf ist, dank einer Aufrüstung der Einsatzfahrzeuge, mittlerweile ein ähnliches Szenario im Einsatz. Die verschiedenen Einsatzfahrzeuge sind per Satellitennetz untereinander und permanent mit der Einsatzleitstelle vernetzt. Für diese permanente Verbindung zur Einsatzleitstelle sorgt ein Einsatzfahrzeug, das als Gateway funktioniert.

Wie in auch in anderen, vergleichbaren Fällen drohte zuvor bei der Datenfernübertragung bei Großeinsätzen eine Überlastung terrestrischer Netze.

Und auch hier war der Befund: Die Implementierung von satellitenbasierten Kommunikationsnetzen unter Einsatz von BGAN-Terminals ist der derzeit einzige Weg, um Sprach- und Datenkommunikation auch dann zuverlässig aufrechtzuerhalten, wenn terrestrische Netze überlastet sind oder ganz ausfallen.

Die Ergebnisse

Für die Berufsfeuerwehren ist nichts so wichtig, wie eine optimale Koordination aller Einsatzkräfte in Notsituationen. Dazu gehören Großveranstaltungen, aber auch Krisenfälle wie Unwetter, Fluten, Erdbeben oder schwere Unfälle. Gerade in solchen Situationen können aber terrestrische Netze schnell überlastet sein oder ganz zusammenbrechen. Die Kommunikation via Satellit ist dann die perfekte Backuplösung.