Case Study: Katastrophenschutzübung SOGRO MANV 500 am Frankfurter Flughafen

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Case Study: Katastrophenschutzübung SOGRO MANV 500 am Frankfurter Flughafen

Der Frankfurter Flughafen ist das größte Drehkreuz in Deutschland und einer der größten europäischen Flughäfen. Kommt es zum Katastrophenfall, muss alles einwandfrei funktionieren. Das ist gar nicht so einfach – denn hunderte Verletzte zu betreuen und deren Verteilung auf umliegende Krankenhäuser zu organisieren, ist eine große Herausforderung.

Und das nicht nur logistisch: Auch die Kommunikationsinfrastruktur muss stabil und belastbar sein. Im Rahmen des vom DRK Frankfurt und dem Siemens C-Lab durchgeführten Forschungsprojektes SOGRO wurde im Jahre 2010 eine großangelegte Katastrophenschutzübung durchgeführt, das „SOGRO MANV 500“. Dabei kam auch CPN-Satellitentechnik zum Einsatz, um eine stabile Datenübertragung zu gewährleisten.

Die Aufgabe

Bei dem Manöver wurde eine Kollision zweier Flugzeuge auf der Landebahn simuliert – mit mehr als 500 Verletzten. Auf dem Prüfstand stand dabei das Zusammenspiel aus medizinischer Versorgung, Verletztentransport und -unterbringung in umliegenden Krankenhäusern. Dafür wurde eine neue Art der Opferkategorisierung getestet, die neueste Technologien nutzt, um noch effizienter helfen zu können.

Die Durchführung

Für die Durchführung arbeitete CPN Satellite Services GmbH Hand in Hand mit Siemens C-Lab und dem Deutschen Roten Kreuz in Frankfurt und betreute den Übungseinsatz vor Ort.

Anstatt der bis dahin üblichen farbigen Karten zur Opferkategorisierung kamen diesmal farbige Armbänder mit einem RFID-Chip (Radio Frequency Identification) zum Einsatz. Diese zeigen zum einen farbig den Grad der Verletzung an. Auf ihm sind aber auch die wichtigsten Daten des Verletzten hinterlegt: Foto, Alter, Geschlecht, Verletzungsart und -grad. Sie werden per PDA von den Einsatzkräften erfasst und auf den RFID-Chip im Armband geladen. Die Daten sind zentral gespeichert. So können andere Einsatzkräfte und die Ärzte im Krankenhaus sie jederzeit wieder auslesen. Über das von CPN bereitgestellte BGAN-Endgerät konnten sie außerdem vom PDA über WLAN an die Einsatzleitung übertragen werden.

In solchen Notfällen eignen sich Kommunikationssysteme wie Mobilfunknetze nicht, da sie zu schnell überlastet sind. Daher kommt hier die Kommunikation via Satellit ins Spiel.

Ein BGAN (Broadband Global Area Network) funktioniert immer und überall. Es ermöglicht nicht nur Datentransfer, sondern auch Sprachdatenverkehr. All das wird über ein kompaktes Gerät abgewickelt.

BGAN-Terminals haben den Vorzug, dass sie extrem robust sind und auch unter extremen Umweltbedingungen funktionieren. Auch können sie nicht nur im Freien, sondern auch innen eingesetzt werden. In allen Extremsituationen – wie dem hier simulierten Flugzeugzusammenstoß – stellen BGAN-Endgeräte also eine gute Option dar, Daten schnell und zuverlässig zu übermitteln. In dem konkreten Fall setzte CPN ein BGAN Explorer 500-Terminal vom Hersteller Thrane & Thrane ein.

Die Ergebnisse

Der Ablauf der Übung war reibungslos, die neue Vorgehensweise zur Kategorisierung der Opfer konnte rundum überzeugen.

Das lag unter anderem auch am Einsatz des BGAN Explorer 500-Terminals, der mit einer stabilen Satellitenverbindung des Datentransfer und die Kommunikation zwischen den Akteuren ermöglichte.

Eduard Maul vom Siemens C-Lab hob hervor, dass nicht nur die Verbindung stark und stabil gewesen sei, sondern auch die Bedienung einfach und intuitiv.